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Der

Chihuahua

 

 

Ein Beitrag von Robert Bauer

 

Der Chihuahua ist zwar nicht der kleinste Hund der Welt, aber dafür ein lebhafter, sehr flinker und aufmerksamer sowie mutiger Begleithund und Weggefährte.

Man hörte schon von Chihuahuas, die ihr eigenes Leben für ihr Herrchen oder Frauchen gaben, um sie mutig und aufopfernd zu beschützen.

 

Der Chihuahua kommt in kompakter Körperstatur daher mit einem schön gerundeten Apfelkopf. Der Stop (Übergang von der Nasenwurzel zur Schädelkalotte) ist sehr stark ausgeprägt, tief und breit, da die Stirn über den Ansatz des kurzen, geraden Fanges gut gewölbt ist.

Scheren- und Zangengebiss sind vom Standard her erlaubt und zulässig. Wobei mäßige Gebiss-Fehlstellungen zwar als Fehler deklariert werden, den Hund selbst jedoch meistens nicht sehr behindern.

Seine Körpergröße, die mit bis max. 3kg im FCI Rassestandard Nr.218 ausgeschrieben ist, steht in keinem Verhältnis zu seinem äußerst repräsentativen und ausgeprägt gutmütigen Wesen. Die Lebenserwartung bei diesen kleinen Hunden liegt bei 12-16 Jahren; eine gute Pflege und Ernährung vorausgesetzt.

 

In der Rasse „Chihuahua“ bestehen 2 Haar-Varietäten in Kurz- und Langhaar, wobei bezüglich des Fells alle Farben erlaubt sind.

 

Der Chihuahua ist der ideale Familienhund. Er liebt alles was Frauchen und Herrchen mag und passt sich dem individuellen Leben seiner Familie optimal an. Wer jedoch meint, dem Chihuahua sehr schnell absoluten Gehorsam beizubringen, der liegt bei dieser Rasse fehl. Mit Geduld lässt sich aber auch der Chihuahua letztlich gut erziehen, da er (wie am Anfang bereits erwähnt) ein aufmerksamer Hund ist, der zudem auch noch sehr gerne ausgeprägte und lange Spaziergänge liebt.

Der Chihuahua sucht sich sein Lieblingsfrauchen oder sein Lieblingsherrchen aus und schenkt ihr/ihm all seine gesamte Liebe. Zwar werden alle Familienmitglieder akzeptiert, aber nichts geht über seinen allerliebsten Weggefährten. Daran muss man sich gewöhnen, wenn man sein Leben mit einem Chihuahua teilen möchte.

 

Urkundliche und archäologische Hinweise sprechen neben China, Ägypten und Malta überwiegend Mexiko als Ursprungsregion. In den USA entdeckte man die Chihuahuas Mitte des 19. Jahrhunderts als charmante, quirlige Spielgefährten. Man züchtete sie und entwickelte ihren Rassestatus. Bald verbreiteten sich die kleinen Hunde von dort auf der ganzen Welt. Deutschland allerdings lernte den Chihuahua vergleichsweise erst sehr spät kennen und lieben. Die ersten Hunde wurden 1956 registriert.

 

Abschließend möchten wir zu diesem Thema noch folgendes erwähnen: so klein der Chihuahua auch ist, seine eleganten Bewegungen sind kraftvoll - und der Kopf wird hochgetragen. Die Läufe sind parallel gestellt und kreuzen sich auch in der Bewegung nie. Seine hoch angesetzte Rute präsentiert sich entweder bogenartig über dem Rücken oder aber verläuft säbelförmig nach hinten. Alles in allem ein fantastisches Geschöpf, das man einfach liebhaben muss.

Wer aber nun der Meinung ist, dass ein Chihuahua infolge seiner kleinen Größe ein zerbrechlicher Hund ist, dem er sozusagen nichts zumuten darf, insbesondere nicht das Treppen steigen oder das Treppen hinunterlaufen, der irrt gewaltig. Nach Rücksprache mit meiner kompetenten und seriösen Tierarzt-Praxis Dr. Lukas in Amberg, die übrigens von mir sehr zu empfehlen ist, kann ich hierzu nur sagen: jeder Chihuahua kann selbstverständlich problemlos Treppen runterlaufen oder aber auch wieder hochlaufen, sofern er vor Treppen nicht Angst hat.

 

Meine Bekannte in Regensburg hat einen Langhaar-Chihuahua und wohnt in einem alten Mietshaus in der vierten Etage. Drei- bis viermal am Tag läuft dieser kleine Kerl flink die Treppen runter – und nach dem Spaziergang flink die Treppen wieder rauf. Dieser Chihuahua ist übrigens im Februar dieses Jahres (2018) 12 Jahre geworden. Er ist gesund und munter – und hat eine sehr gute Kondition. Bin ich in Regensburg, laufe ich mit meiner Bekannten, ihrem Chihuahua und meinem Buddy zumeist 4-5 Stunden im Park oder/und an der Donau entlang, wobei zweimal eine Pause von 30-45 Min. eingelegt wird, die nicht nur wir, sondern auch die Hunde dazu nutzen, etwas zu trinken. Zwischendrin wird natürlich immer noch gespielt und getobt.

 

Wer beispielsweise seinem Chihuahua überhaupt nichts zumuten möchte, weil er denkt, sein Hündchen ist ja so zerbrechlich, der muss sich dann allerdings nicht wundern, dass wenn er dann mal mit seinem Kleinen einen längeren Spaziergang macht, dieser plötzlich dann zusammenklappt, weil er dies überhaupt nicht gewohnt war. Würde uns Menschen übrigens genauso gehen.

Ich will damit sagen, dass längere Spaziergänge ab dem 7. Lebensmonat nach und nach antrainiert werden müssen. Dann hat auch ein Chihuahua letztlich die Kondition, um mehrere Stunden unter der Voraussetzung spazierengehen zu können, dass zwischendurch immer mal wieder eine kleine Pause eingelegt wird, die wir Menschen aber ebenso beim Wandern benötigen.

Viel Bewegung fördert zudem die Gesundheit und auch die Ausdauer des kleinen Chihuahuas, der im übrigen ohnehin viel Spaß an langen Spaziergängen hat.

 

 

 

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