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Der Hund

als bester Freund des Menschen

 

 

 

 

Ein Beitrag aufgrund eigener Erfahrungen und durch Gespräche mit anderen Hundebesitzern

von Robert Bauer und Petra Schepanski

 

Man hört es oft und man liest es oft, dass der Hund als der beste Freund des Menschen bezeichnet wird. Aber warum ist das eigentlich so? Und warum sind Hunde so treu, wie es kaum einmal ein Mensch sein kann?

Nun, ich würde sagen, ein Grund hierfür ist schon mal, dass Hunde Rudeltiere sind und dadurch instinktiv ein sehr enges Band zu ihren Bezugspersonen entwickeln. Aber das allein reicht als Antwort noch nicht aus.

Vielmehr ist es auch die Loyalität innerhalb eines Rudels -also innerhalb der Familie-, welche zugleich ein überlebensnotwendiger Instinkt ist, woraus dann auch die Anhänglichkeit resultiert.

 

Und wenn es nun um die Frage geht, warum Hunde so treu sind, gibt es verschiedene Antwortmöglichkeiten. Zum einen sind Hunde Rudeltiere (ich erwähnte dies bereits) und sehen deshalb den Menschen auch als direkten Angehörigen ihrer Familie an. Zum anderen ist der Hund an sich ein ausgesprochen sensibles Tier und zeigt deutliche Anzeichen von Empathie.

Es lässt sich anhand verschiedener Situationen belegen, dass Hunde nicht nur ganz klar empathisch auf das Verhalten von Menschen reagieren, sondern auch zu einem gewissen Grad mit ihnen kommunizieren können. Sie verstehen verbale und physische Gesten und sind in der Lage, sie korrekt zu interpretieren. Menschen haben gerade in den letzten fünfzig Jahren die Fähigkeit erlernt, Verhalten und Bellzeichen ihres Vierbeiners zu "lesen".

Diese Fähigkeit, miteinander zu kommunizieren, wird als eine der Hauptgrundlagen angesehen, um die Frage, warum Hunde so treu sind, zu beantworten.

 

Komme ich nun aber zu einer anderen Frage, die in gewisser Weise mit Zuneigung und Treue zusammenhängt: „warum lecken Hunde eigentlich so gerne?“

 

Wenn Hunde Menschen ablecken, ruft das unterschiedliche Reaktionen hervor. Was die eine Person total süß findet, sorgt bei anderen unter Umständen für Ekel. Aber steckt dahinter vielleicht ein Sinn, wenn ein Hund die Hände oder das Gesicht von Herrchen oder Frauen ableckt?

Oder sollte man als Hundebesitzer der kalten Schnauze solche Annäherungen verbieten?

Um diese Fragen beantworten zu können, muss man sich zunächst erst einmal Gedanken darüber machen, wo dieses Verhalten Ihres Vierbeiners eigentlich herkommt; also seine Wurzeln hat.

Direkt nach der Geburt beginnt die Mutter damit, ihre Welpen gründlich abzulecken. Das tut sie aus mehreren Gründen. Das Lecken dient einerseits der Hygiene und hilft der Mutter andererseits, den Geruch jedes einzelnen Welpen genau aufnehmen zu können. Darüber hinaus sorgt die Mutter auf diese Weise zugleich dafür, dass sich ihre Kleinen von Beginn an bei ihr wohlfühlen. (Also Zuneigung und Geborgenheit). Zusätzlich wird durch das Ablecken aber auch noch die Verdauung der Welpen gefördert, sobald diese gegessen haben.

 

Aus der Sicht der Welpen bedeutet das Lecken der Mutter vor allem das Gefühl von Liebe und Geborgenheit. Es dauert nur wenige Woche und die Jungtiere lecken auch andere Vierbeiner aus dem Rudel ab.

Im Lecken steckt also ein ganz praktischer Aspekt, sowie darüber hinaus Gefühle der Zuneigung, der Geborgenheit und der Unterwürfigkeit.


Warum aber nun Hunde auch Menschen ablecken, steht auf einem anderen Blatt. Erst einmal versuchen sie auf diese Weise, vielleicht das eine oder andere Leckerli herauszuschlagen. Es könnte aber auch eine Mischung aus Zuneigung und Unterwürfigkeit bedeuten. Möglich wäre aber auch, dass der Hund etwas anderes kommunizieren will. Etwa, wenn er etwas zu fressen möchte – oder aber beachtet werden möchte.

Allerdings könnte auch hinter so manchem Lecken der pure Versuch stecken, Herrchen oder Frauchen auf diese Weise besser zu erkunden. Schließlich nehmen Hunde ihre Umwelt hauptsächlich mit Ihrer Schnauze und ihrer Zunge wahr. Hinzu kommt, dass jeder Hundehalter für seinen Vierbeiner einen ganz unverwechselbaren, einzigartigen Geruch und Geschmack hat. Was läge also bei ihrem Liebling näher, als sich dieses Erkennungsmerkmals regelmäßig zu versichern?

 

Hygienische Bedenken, wenn Hunde Menschen ablecken, muss man eigentlich nicht haben, solange man den Hund nicht unmittelbar über den Mund lecken lässt.

Zwar ist es richtig, dass der Hundespeichel für uns Menschen nicht ganz unbedenklich ist, da der Hund schließlich beim Gassigehen an vielen Stellen unterwegs ist, an denen sehr wohl die Gefahr besteht, dass er in seinem Hundemaul für den Menschen ungesunde Erreger aufnimmt, aber solange man ihn nicht über die Lippen von Herrchen oder Frauchen lecken lässt, ist die Gefahr des Ansteckens eher gering.

Verbieten sollte man seinem Liebling auf alle Fälle das Lecken nicht. Man sollte lieber erzieherisch darauf einwirken, dass der Hund nicht im Gesicht des Hundebesitzers leckt – und wenn doch, dann aber keinesfalls über die Lippen. Die Nase kann sich Herrchen oder Frauchen ruhig lecken lassen, was übrigens viele Hunde gerne bevorzugen; sowie auch die Hände, denn diese kann man sich anschließend schnell wieder waschen.

 

Als Schlusswort würde ich gerne noch etwas loswerden, und zwar dass ich doch schon ziemlich froh darüber bin, dass heutzutage nun auch die Wissenschaft so langsam erkennt, dass Hunde zu komplexen Gefühlsregungen fähig sind und dass ihre Psyche sich nicht von der des Menschen unterscheidet. Ich hatte mir dies schon vor dreißig Jahren gedacht, und habe deswegen auch schon früher stets einen ganz besonderen Bezug zum Tier gehabt, was selbstverständlich Tiere bemerkt haben. In diesem Sinne wünsche ich jedem Hunde- und Katzenbesitzer noch viel gemeinsame Freude.

 

 

Erklärung:

Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Hierzu gehört auch die Fähigkeit zu angemessenen Reaktionen auf Gefühle anderer Menschen.

 

 

 

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