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Der Yorkshire

 

 

 

Ein Beitrag von Robert Bauer

 

Nicht ohne Grund möchte ich auf dieser Seite themenmäßig den Yorkshire behandeln, weil er es wert ist, etwas näher auf ihn einzugehen.

Übrigens, wenn ich etwas über andere Hunderassen auf meiner Homepage schreibe, dann ist dieses Wissen vorwiegend durch die Aussagen anderer Tierbesitzer zustande gekommen; mit Ausnahme jener Aussagen bezüglich des Havanesers (mein derzeitiger Hund), des Yorkshires (mein ehemaliger Hund) und des Zwergpudels (der Hund meiner Mutter). Hier beruht mein Wissen auf eigene Erfahrungen.

 

Das Wesen des Yorkshires steht bereits in seinem Namen. Es ist das Wesen eines Terriers. Das bedeutet, dass diese Rasse Temperament, Unerschrockenheit, Neugier und Agilität in sich vereint. Nebenbeigesagt sind dies alles Eigenschaften, die nichts mit der Körpergröße zu tun haben.

Typisch für den Yorkshire ist auch sein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, das buchstäblich im auffälligen Kontrast zu seiner Körpergröße steht. Das übermäßige Kläffen, was dieser Rasse oftmals zugeschrieben wird, entspricht allerdings nicht ihrem rassespezifischen Wesen, sondern ist eher die Folge einer falschen oder unüberlegten (oder sogar überhaupt keiner) Erziehung.

Viele Besitzer eines Yorkshires vergessen auch gerne mal seine Herkunft, oder aber wissen dies schlicht und ergreifend nicht, was dann oftmals auch zu einer Falschbehandlung führt.

Man darf, möchte man sich einen Yorkshire zulegen, keinesfalls die Herkunft des Yorkshires vergessen. Dauerkläffer hätten nämlich unter den Bedingungen, wie ich sie nachstehend beschreibe, keine Überlebenschance gehabt.

Der Yorkshire will, so klein er auch ist, einerseits konsequent erzogen und andererseits beschäftigt werden! Nicht selten unternehmen Yorkshire-Besitzer ausgiebige Wanderungen und sogar Bergtouren. Der Yorkshire, so klein er auch ist, steht den großen Hunden in nichts nach. (Dies gilt nebenbei erwähnt auch für den Havaneser, den Chihuahua und den Zwergpudel.

 

Aus den Arbeitervierteln der Grafschaft Yorkshire, wo er Ratten und Mäuse jagte, auf den Schoß der weiblichen Aristokratie der viktorianischen Ära – das ist der Yorkshire Terrier, unter dessen langem seidigen Fell auch nach über 150 Jahren des Bestehens dieser Rasse das wilde Temperament eines Terriers pulsiert.

 

Somit lässt sich an dieser Stelle sagen, dass der Yorkshire keineswegs als Schoßhund geboren wurde bzw. geboren wird, sondern er wird von manchen Menschen erst dazu gemacht.

Auch gehört die Rasse aufgrund ihrer Kleinheit zu den populärsten der Welt. Dennoch ist die Ursache seiner großen Popularität nicht nur allein in seiner Kleinheit begründet, sondern vorwiegend in seiner Wesensart. Der Yorkshire ist ein sehr treuer, anhänglicher, lebhafter und zugleich ausgeglichener Hund, der zudem in die kleinste Wohnung passt, sich aber genauso auch in einem Haus mit Garten wohl fühlt. Auch seine Fähigkeit, sich an eine Vielfalt von Lebensstilen des Menschen anpassen zu können, zeichnet ihn aus.

Doch die Vorteile des Yorkshire Terriers und seine damit verbundene Popularität sind infolge schäbigen und profitgierigen Verhaltens einiger Menschen zugleich auch sein Verhängnis. Denn immer mehr Yorkshire stammen heutzutage aus Massen-Zuchtanstalten, vorwiegend aus den Ostblockländern, und werden dann billigst verkauft. So führt der Erwerb von Billigwelpen aus in- und ausländischen „Hundefabriken“ zu einer Perpetuierung des Leids der dort meist unter unglaublichsten tierquälerischen Bedingungen gehaltenen Zuchthunden. Und obwohl dies den westlichen Regierungen (auch Deutschland) bekannt ist, wird nichts dagegen unternommen, obwohl solche verbrecherischen Menschen, die das Leid der Mutterhündinnen und der Welpen aus profitgierigen Gründen billigend in Kauf nehmen, eigentlich für Jahre in den Knast gehören.

 

Man muss sich dies einmal vor Augen führen, da werden die Welpen, um möglichst lange in einem „verkaufsgünstigen“ Alter angepriesen werden zu können, viel zu früh von der Mutterhündin weggenommen, die sogar zwei- dreimal im Jahr Welpen zur Welt bringen muss, bis die Hündin kaputt ist. Sie wird dann entsorgt und durch eine neue Hündin ersetzt.

Auch die damit oft verbundenen lebenslangen Gesundheitsprobleme und psychischen Beeinträchtigungen stellen für den Welpen ein großes Leid dar. Und für den späteren Halter sind dadurch viele Probleme und hohe Tierarztkosten vorprogrammiert, wodurch das anfängliche Schnäppchen von 300,00 für einen Yorkshire-Welpen oftmals nur ein Zehntel von dem ist, was die Tierarztkosten dann später ausmachen. Und hierbei einmal ganz abgesehen von dem menschlichen Leid, welches ebenfalls damit verbunden ist, es mit ansehen zu müssen, wie so ein kleiner Wurm durch den ständigen Gang zum Tierarzt gepiesackt wird, anstatt sein Leben gesund, froh und munter genießen zu können.

 

Allgemein kann jedoch gesagt werden, dass kleine Hunde prinzipiell langlebiger als große Hunde sind. Die normale Lebenserwartung eines Yorkshires liegt zwischen 13 und 16 Jahren, wobei dies sehr davon abhängig ist, wie der kleine Hund gepflegt und wie er ernährt wird.

Stichwort ist hierbei die Ernährung: da der Yorkshire leider von Natur aus einen sehr empfindlichen Magen- und Darmtrakt hat, sollte man als Besitzer dieser Rasse seinen Hund ausnahmslos selbst bekochen und kein kommerzielles Hundefutter geben; weder als Naßfutter noch als Trockenfutter.

Wer seinen Yorkshire mit 7-10 Sorten Fleisch (hierin inbegriffen sind Innereien, wie u.a. Hühnerherzen, Hühnermägen, Rinderherz, gereinigten Pansen) ausschließlich selbst bekocht, einschließlich der zugehörigen und wichtigen Zutaten wie Walnussöl, Leinöl, püriertes Gemüse und püriertes Obst (wie Karotten, Birnen, grüne Gurken, Äpfel) sowie Weizenkeime, Weizenkleie, Bierhefeflocken, pulverisierte Eierschale, Petersilie, Oregano, Kokosöl und Gänseschmalz, der wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit einen gesunden und zufriedenen Hund sein eigen nennen können. Voraussetzung ist allerdings, dass man seinen Yorkshires bei einem seriösen Züchter erworben hat.

Auch sollte man als Herrchen oder Frauen unbedingt beachten, dass der Organismus des Hundes die Nährstoffe und Vitamine, welche in Gemüse und Obst stecken, nur dann verwerten kann, wenn das Gemüse und das Obst püriert und mit etwas Öl versetzt wurde. Dies ist äußerst wichtig, da die Zellen von Gemüse und Obst zerstört werden müssen, damit der Organismus die Nährstoffe verwerten kann, sofern dem Püriertem Öle hinzugefügt wurden. Deshalb unbedingt beim Pürieren etwas Walnussöl dem Gemüse oder dem Obst hinzugeben.

Siehe hierzu und bezüglich der Ernährung eines Hundes durch „selbst bekochen“ innerhalb meiner Homepage.

 

Mein kleiner Yorkshire, welcher mein erster Hund war, wurde etwas über 16 Jahre und 7 Monate alt, und er hat eigentlich nie Hundefutter gesehen. Er war (bis zu seiner Altersschwäche) immer gesund. Leider habe ich bis heute noch immer nicht die Fotos von meinem Tessy gefunden. Ich denke mal, diese sind vor etwa 24 Jahren beim Umzug von Hamburg nach Bayern verlorengegangen, wie auch einige andere Unterlagen.

Der oben in Abbildung stehende Yorkshire gehört einer jungen Frau, die nicht so recht mit der Erziehung ihres kleinen Hundes zurechtkam und sich deshalb an meine Wenigkeit gewendet hat. Mit meiner Unterstützung, die über sieben Monate erfolgte, hat sich der Kleine dann aber doch (natürlich stets in ihrem Beisein) ziemlich gut erziehen lassen, so dass er heute wohlerzogen ist und auch wirklich gut auf die sowohl allgemeinen Grundkommandos als auch auf spezielle Kommandos hört.

 

Erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch noch, dass es vorteilshaft ist, statt eines Hundehalsbands lieber ein Brustgeschirr zu verwenden, da die Yorkshire dazu neigen, sich leicht Zerrungen durch Verrenkungen zuzuziehen.

 

Nicht wenige Besitzer von Yorkshire-Terrier kürzen ihrem Vierbeiner das Fell, um ihm ein nach ihrer Ansicht hundegerechteres Leben zu ermöglichen. Anderen Anhängern der Rasse ist dergleichen ein barbarischer Greuel, da das seidige lange Haar des Yorkshires eines seiner zentralen Rassemerkmale ist. Dass dieses aber täglich gepflegt wird, ist Voraussetzung dafür, dass aus dem Yorkshire kein verfilztes, unansehnliches und unglückliches Hündchen wird.

So muss man bei der täglichen Pflege mit einem Zeitaufwand von mindestens 10 bis 15 Minuten rechnen. So auch dann, wenn das Fell auf 3-5 cm gekürzt wurde. Außerdem gehört ein Yorkshire alle 3-4 Wochen gebadet, weil die Haarstruktur des Yorkshires der des Menschen sehr ähnelt.

 

 

 

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