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Die Leptospirose

 

Erhobene Hand  Erhobene Hand

 

Ein Beitrag von Robert Bauer

 

Gleich vorweggenommen, möchte ich feststellen, dass die Leptospirose eine ansteckende Infektionskrankheit ist, die durch eine Reihe von Spiralbakterien verursacht wird und neben anderen Tieren auch Hunde weltweit betrifft.

 

Wenn ein Hundebesitzer mit seinem Vierbeiner unterwegs ist, kann er immer wieder beobachten, dass der Hund nicht immer nur schnuppert, bevor er pieselt, sondern dass er oftmals auch am Boden, an Grashalmen, an Ästen und dergleichen mit seiner Zunge leckt. Dies sollte man als verantwortungsbewußter Hundehalter jedoch unbedingt verhindern, indem man auf den Hund mit möglichst immer dieselben Worte sowie mit kurzes Leineziehen einwirkt, so dass er letztlich lernt, diese zwar verführerische, aber doch für ihn gefährlich werdende Sache aufzugeben; also das Lecken einzustellen.

 

Geht man als Hundebesitzer mit seinem Liebling spazieren, weiß man selbstverständlich nicht, welcher Hund hier oder dort hingepieselt hat. Es könnte durchaus auch ein kranker Hund gewesen sein – oder ein Hund, der sich bereits mit dieser Infektionskrankheit infiziert hat. Und um zu verhindern, dass auch der eigene Hund sich eventuell durch sein Lecken ansteckt, sollte man unbedingt darauf achten, dass der vierbeinige Begleiter mit seinem Lecken gar nicht erst beginnt. Denn man muss immer bedenken, dass ein bereits infizierter Hund die gefährlichen Bakterien mit seinem Urin ausscheidet. Da die Bakterien extrem dünn sind, schlängeln sie sich zwischen den Zellen der Schleimhaut hindurch und dringen in die Blutbahn ein. Danach wandern die Leptospiren in die Nieren und vermehren sich dort. Nach Aussage meines Tierarztes können nach vier bis vierzehn Tagen die ersten Symptome der Infektion auftreten. Symptome sind Schwäche, Fieber, Depression, Fressunlust, Erbrechen und manchmal auch Zittern.

 

Um nun als Hundebesitzer auf der halbwegs sicheren Seite zu sein, sollte man sein Tier in jedem Fall gegen Leptospirose alle 9-12 Monate impfen lassen. Auf der „halbwegs sicheren Seite“ schreibe ich absichtlich deshalb, weil die Klassifizierung der einzelnen Krankheitserreger sehr komplex ist, wie mir mein Tierarzt sagte, da sich die Leptospirose in 23 Serogruppen unterteilt, jedoch durch eine Impfung lediglich vier Serogruppen abgedeckt werden. Somit bleibt also noch immer ein gewisses Restrisiko bestehen, welches eben genau dadurch minimiert werden kann, in dem man als Hundebesitzer darauf achtet, dass sein Liebling unterwegs nicht überall seine Zunge einsetzt, um zu lecken.

 

Leptospirose kann übrigens auch direkt oder indirekt durch kontaminierte Lebensmittel oder Pfützen-Wasser übertragen werden. Man sollte deshalb seinen Hund auf der Straße niemals aus Pfützen trinken lassen.

Normalerweise gelangen die Leptospiren über die Schleimheute in den Körper. Können aber unter Umständen auch durch die Haut eindringen. Leptospiren können übrigens alle Säugetiere befallen. Am häufigsten sind jedoch Rinder, Schweine, Pferde und Ziegen betroffen. Katzen hingegen bekommen diese Infektionskrankheit hingegen äußerst selten, so dass sie nicht unbedingt dagegen geimpft werden müssen.

 

 

 

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