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Vorsicht

bei einer Hitzewelle

 

 

Ein Beitrag von Petra Schepansky

 

Dieses Jahr (2018) haben wir schon im Mai die erste Hitzewelle mit zum Teil über 30 Grad im Schatten, und wir haben erst Frühling. Dennoch sind hohe Sommertemperaturen allgegenwärtig, und dies zum Leidwesen unserer Lieblinge, die oftmals auf dem Asphalt laufen müssen, da es nicht viele Wege aus Sand oder Rasen gibt.

 

Mittlerweile dürften eigentlich schon alle Tierbesitzer wissen, dass beispielsweise Hunde nicht schwitzen können, wie wir Menschen. Der Wärmehaustausch findet praktisch über die Zunge und über die Ballen der Pfötchen statt. Deshalb hecheln Hunde auch an warmen Tagen mehr als an kalten Tagen, und dies, obwohl sie weder toben noch besonders beansprucht werden. Ihnen ist warm. Ja, eigentlich schon zu warm. Das Schnäuzchen etwas geöffnet, die Zunge ein klein wenig vorgeschoben, wird durch das Hecheln viel Luft über die Zunge geführt, wodurch der Wärmehaushalt reguliert und zu viel Wärme nach außen geführt werden kann.

Auch eine (ich nenne es einmal) Kurzatmigkeit ist sehr oft bei den Hunden zu beobachten, die durch eine zu hohe Temperatur in Mitleidenschaft gezogen werden. Diese „Kurzatmigkeit“ ist ein schnelles kurzes atmen bei geschlossenem Schnäuzchen, welches permanent erfolgt und sich manchmal über einige Stunden hinziehen kann. Also auch auf diese Weise versucht der Hund, mit einer für ihn unangenehmen bzw. zu hohen Temperatur fertig zu werden, die durchaus bei hohen Außentemperaturen auch in unseren Räumlichkeiten herrschen kann.

Bei Herrn Bauer in der Wohnung, die eine Sonnenseite hat, sind es manchmal 26 bis 27 Grad. In meiner Wohnung in Haselmühl (keine Sonnenseite) sind es dennoch auch schon oftmals 25 Grad. Und ich kann dies meinem Malteser ebenfalls beobachten, dass er entweder zu Hause hechelt oder aber durch eine Kurzatmigkeit den Wärmeaustausch reguliert.

 

Was aber vielleicht nicht allzu viele Tierbesitzer wissen, ist der Punkt, dass Hunde auch über die Ballen ihrer Pfötchen ihren Wärmehaushalt versuchen, zu regulieren. Manche Hunde bekommen dabei etwas feuchte Ballen.

 

Was kann man nun aber tun, um seinem Liebling das Leben bei zu hoher Raumtemperatur zu erleichtern?

Wenn bei zu hohen Außentemperaturen es auch in der Wohnung zu warm ist, kann beispielsweise ein Zerstäuber, wie man ihn für Pflanzen kennt, um selbige zu befeuchten, ein guter Helfer sein. Einfach den Rücken ein klein wenig mit kaltem (aber nicht zu kaltem) Wasser bestäuben und anschließend mit den Fingerspitzen etwas durchs Fell gleiten. Dies trägt zumindest eine Zeitlang dazu bei, dass sich der Hund bei zu warmer Außen- oder/und Raumtemperatur ein wenig leichter tut. Dieses Zerstäuben auf den Rücken des Hundes kann durchaus 3 bis 4 Mal am Tag wiederholt werden.

Aber bitte unbedingt beachten, nur den Rücken ganz leicht einzustäuben. Nicht etwa auch die Brust oder das Bäuchlein, denn dadurch könnte sich der Hund leicht erkälten, da er sich oft auf den Bauch legt. Und wenn dieser dann feucht wäre, würde ein Trockenprozess nicht mehr stattfinden können, und der Hund könnte sich erkälten. Und bitte auch nicht den Kopf einstäuben.

 

Was zusätzlich auch noch bei zu warmer Wohnung zu empfehlen wäre, ist das leichte anfeuchten der Ballen der Pfötchen mit einem feuchten Waschlappen. Auch dies sollte bei höheren Raumtemperaturen mehrmals am Tag gemacht werden, um es dem Hund etwas leichter zu machen, mit seiner zu warmen Umgebung in der Wohnung klarzukommen.

 

Ein anderer Punkt, um beispielsweise beim Gassigehen feststellen zu können, ob der Asphalt auf der Straße durch zu langer Sonneneinwirkung vielleicht zu heiß für die Pfötchen unseres Lieblings sein könnte, ist die manuelle Kontrollmöglichkeit, die wir Hundebesitzer ganz leicht herausfinden können, in dem wir unsere flache Hand 5 Sekunden auf den Asphalt der Straße legen. Halten wir diese 5 Sekunden leicht durch, kann auch der Hund keinen Schaden nehmen, wenn er über selbigen Asphalt läuft. Müssen wir aber unsere Hand vorzeitig zurückziehen, weil es infolge der Hitze auf dem Asphalt wehtut, dann sollte man mit seinem Hund keinesfalls diesen Weg gehen, sondern stattdessen lieber schattige Wege zum Gassigehen suchen. Ohnehin ist es bei zu hoher Außentemperatur und Sonnenschein zu empfehlen, schattige Wege auszusuchen, soweit dies möglich ist, damit der Spaziergang für den Hund nicht zur Strapaze wird.

 

Diesen Tipp, mit der flachen Hand die Temperatur des Asphalts zu prüfen, bekam Herr Bauer übrigens von einem Bekannten, der einen kleinen Chihuahua sein eigen nennen darf. Und dieser Tipp hat sich dann im nachhinein bei einer Unterhaltung mit dem Tierarzt als richtig und empfehlenswert bestätigt.

 

Übrigens, die Hundepfote ist schon ein Wunderwerk der Natur, denn die Ballen der Pfötchen sind unglaublich flexibel und sehr robust. Die Ballen der Pfötchen halten etwas heißen Asphalt genauso stand wie gefrorenen Boden. Und dennoch sind die Ballen der Pfötchen gleichzeitig so empfindlich, dass sie nicht nur kleinste Schwankungen der Temperatur wahrnehmen können, sondern dem Hund auch im Bruchteil einer Millisekunde melden können, wenn er auf etwas Spitzes oder Scharfes tritt.

Dennoch sollten aber die Ballen der Pfötchen durch den Tierbesitzer regelmäßig gepflegt werden, damit sie Lebenslang als Wunderwerk der Natur funktionieren können. (siehe hierzu „Pflege der Pfötchen“)

 

 

 

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