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Allgemeines

beim barfen oder beim bekochen

eines Hundes

 

Ein Bild, das Hund, Baum, Wasser, klein enthält.

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                         Buddy

                     Pascha

 

 

Allgemein möchten wir auf dieser Seite Informationen dahingehend geben, wenn Hundebesitzer ihren Liebling durch barfen oder durch bekochen ernähren möchten. An dieser Stelle möchten wir allerdings gleich noch einmal darauf hinweisen, dass der Unterschied zwischen „barfen“ und „bekochen“ lediglich der ist, dass beim barfen rohes Fleisch verfüttert wird, hingegen beim bekochen mal rohes-, mal leicht angegartes-, mal halb halbgares- und mal gares Fleisch in den Futternapf kommt. Selbstverständlich mit den diversen Beilagen und Zutaten, die wir aber schon auf einer anderen Seite unserer Homepage behandelt haben.

 

Selbstverständlich ist auch die Annahme richtig, dass das Bekochen durch einen leicht höheren Aufwand etwas mehr Arbeit macht. Dies sei aber nur noch mal nebenbei erwähnt, weil immer wieder Besucher unserer Homepage bezüglich dieses Punktes per E-Mail Fragen stellen.

Wenn man einmal bedenkt, wieviel Zeit viele Menschen so tagsüber am Smartphone, Tablet oder Computer verbringen, um mehr oder weniger sinnlose oder überflüssige Dinge zu verrichten, dann wäre diese Zeit sinnvoll eingesetzt, wenn man sie für die Vorbereitung nutzen würde, um dadurch dann seinen Hund durch barfen oder bekochen gesund zu ernähren.

 

Gerade in den ersten Wochen, wo man seinen Hund durch barfen oder bekochen ernährt, wird man gegebenenfalls die Feststellung machen, daß der Hund etwas abnimmt. Meistens ist dann die Reaktion des Hundehalters, die Futtermenge durch einen höheren Fleischanteil zu erhöhen. Dies wäre aber der völlig falsche Ansatz.

Die Ursache des Abnehmens ist ganz woanders zu suchen: viele Hunde (wie auch Katzen) werden einfach zu fettarm ernährt. Fett ist nämlich der Energielieferant für Karnivoren. Bei uns Menschen ist Zucker der Energielieferant.

Füttert man beispielsweise zu oft fettarmes Muskelfleisch, Putenbrust oder Hühnerbrust, sind Karnivoren gezwungen, die benötigte Energie aus Proteinen gewinnen zu müssen. Für den Organismus ist jedoch die Energiegewinnung aus Proteinen erheblich schwieriger bzw. ineffektiver. Auch darf man hierbei dann den unerwünschten Nebeneffekt nicht vergessen, weil nämlich durch die Energiegewinnung aus Proteinen u.a. Abfallstoffe wie Ammoniak entstehen. Der Abbau erfolgt dann über Leber und Nieren, die dadurch unnötig belastet werden.

Ist der Hundekörper gezwungen, längerfristig vorrangig Energie aus Proteinen zu gewinnen, kann beispielsweise auch zu einer Überlastung der Ausscheidungsorgane kommen. Des weiteren kommt hinzu, daß der Organismus das Fett, welches er für die Energie benötigt, aus der Haut und dem Fell zieht. Dadurch wird letztlich das Fell ziemlich unansehnlich – und die Haut fängt infolge ihrer Trockenheit (Fettverlust) zu jucken an, was sich dadurch bemerkbar macht, daß sich der Hund ständig die Pfoten leckt.

 

Und Katzen-Besitzer (auch wenn sie hier nicht das Thema sind) sollten zum Beispiel wissen, daß bei Katzen ein ausreichender Gehalt an Fett schon allein deshalb wichtig ist, weil Fett die essentielle Arachidonsäure liefert. Während Hunde durch bestimmte Enzymaktivitäten in der Leber durchaus in der Lage sind, Linolsäure zu Arachidonsäure umzuwandeln, fehlt Katzen leider diese Fähigkeit.

 

Aber kommen wir an dieser Stelle zu dem Punkt, wieviel Fett bei der Fütterung erforderlich ist, um den Hund verantwortungsbewußt und gesund zu ernähren. Allgemein spricht man da von einem Richtwert zwischen 15+25% Fettanteil pro Mahlzeit. Unter normalen Bedingungen ist man mit 15% Fettanteil allerdings gut beraten. Bei erhöhter Aktivität oder in den Wintermonaten sollten dennoch 20% Fettanteil bevorzugt werden.

Wir persönlich raten dringend davon ab, den Anteil an Fett zu oft über 20% zu heben, da sonst die Bauchspeicheldrüse zu sehr überlastet wird, was zu schwerwiegenden Folgen führen kann.

 

Nun ist es aber so, daß man den Fettgehalt bei Fleisch sehr schlecht schätzen kann. Kauft man das Fleisch beim Schlachter oder beispielsweise beim Kaufland, kann man sich bezüglich des Fettgehaltes nur am Aussehen orientieren. Wir raten deshalb dazu, zwar 1-2 Mal in der Woche Rindersuppenfleisch auf den Speiseplan ihres Lieblings zu setzen, da der Fettanteil bei diesem Fleisch ziemlich gut bzw. durchwachsen ist, ansonsten aber Rinderhack, Rinderherz, Putenfleisch, Hühnerfleisch (ohne Haut), Hühnerherzen und Hühnermägen sowie gereinigten Pansen zu verfüttern und dann mit Gänseschmalz und Kokosöl sowie mit Omega-3-Öle nachzufetten, um auf die vorbenannten 15% Fettgehalt zu kommen.

Eine ausreichende Fettversorgung ist also für Karnivoren zwingend notwendig, wenn man seinen Hund gesund und verantwortungsbewußt durch barfen oder bekochen ernähren möchte.

 

Allerdings sollte man beim barfen oder bekochen stets bedenken, daß der Fettgehalt des Fleisches nicht gleich Gesamtfettgehalt der Mahlzeit bedeutet, da ja noch Zutaten und Beilagen, etc. zum Fleisch hinzukommen, die meist kaum oder sogar gar kein Fett haben.

 

Gehen wir einmal in der Beispielsführung davon aus, daß Ihr Liebling 150 Gramm Futter benötigt. Das wären dann 22,5 Gramm Fettanteil.

Davon geben Sie nun 80 Gramm Rinderhack mit etwa 6% Fett in den Futternapf sowie 20 Gramm Rinderleber mit etwa 1% Fett. Das wären dann schon mal 5,0 Gramm Fett. Hinzu kommen 20 Gramm Gemüse püriert (kein Fettgehalt), 5 Gramm Bierhefeflocken (kein Fettgehalt) und 5 Gramm Weizenkeime (kein Fettgehalt) sowie 2,5 Gramm pulverisierte Eierschale (kein Fettgehalt).

Wir müssen also demzufolge nunmehr mit beispielsweise 9 Gramm Gänseschmalz und 8,5 Gramm Leinöl nachfetten, um auf unseren gewünschten Gesamtfettanteil von 22,5 Gramm zu kommen.

 

Besucher unserer Homepage sollten auch unsere anderen Seiten bezüglich der Fütterung beachten, wo wir u.a. auch auf die verschiedenen Öle eingehen, welche dem Essen abwechselnd zugefügt werden sollten, wobei Öle mit Omega-3-Fettsäuren zu bevorzugen sind.

Auch möchten wir noch einmal daran erinnern, daß tierische Fette gesättigte Fettsäuren sind, die dem Hund Energie liefern, hingegen die unterschiedlichen Öle das Futter mit Omega-3-Fettsäuren anreichern, die der Hund u.a. für seine Haut und seinen Fellstoffwechsel benötigt. Auch sollte man beachten, daß Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend wirken.

Somit darf man keinesfalls tierische Fette und die benannten Öle (Omega-3-Fettsäuren) durcheinanderbringen bei der Fütterung, da dies grundsätzlich zwei Paar völlig unterschiedliche Schuhe sind.

 

Eine ausgewogene Ernährung ist deshalb unbedingt notwendig. Wir kennen so einige Hundebesitzer, die ihren Hund durch barfen ernähren, was ja schon mal wirklich gut ist, - aber leider legen diese Hundebesitzer sehr viel Wert auf viel Fleisch bei einer Futterportion. Dies ist aber nicht gut, da infolgedessen kurz über lang Mangelerscheinungen auftreten werden. Man könnte beispielsweise seinen Hund, der pro Tag 150 Gramm Futter benötigt, über einen längeren Zeitraum mit 150 Gramm Putenfleisch oder Hühnerfleisch oder Rinderhack ernähren, und der Hund würde neben einigen Mangelerscheinungen auch an Gewicht verlieren, weil der Fettanteil viel zu gering ist, keine Öle und kein püriertes Gemüse sowie auch keine Zusatzstoffe wie Bierhefeflocken, Leinensamen, Weizenkeime, pulverisierte Eierschale, Eigelb und dergleichen zugefüttert werden.

Hundebesitzer, die ihren Hund durch bekochen ernähren, kennen wir allerdings auch. Aber diese Hundehalter begehen diese Fehler nur selten.

Dies kommt wahrscheinlich dadurch, weil diese Hundebesitzer etwas intensiver mit der Materie beschäftigt sind, schon bedingt dadurch, daß sie etwas länger in der Küche stehen, um ihren Hund zu bekochen, als jene Hundebesitzer, die durch barfen ihren Hund ernähren.

Letzteres hat sich zumindest bei den einzelnen Besucher-Treffen, die zweimal im Monat in unseren privaten Räumlichkeiten mit jeweils 4 Hundehalter bzw. Hundehalterinnen stattfinden, bestätigt.

 

Wir wünschen nun allen Hundehaltern viel Spaß mit Ihrem Liebling sowie natürlich auch bei der gesunden und verantwortungsvollen Ernährung des Lieblings durch barfen oder bekochen. Ihr Liebling ist es mehr als nur wert.

 

Siehe auch: „Wenn Sie Ihren Liebling bekochen möchten“

 

 

 

 

havaneser-team@t-online.de

 

 

 

 

Ein Bild, das drinnen, Person, sitzend, Wand enthält.

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