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Studentin

trauert um ihren Hund

 

 

Ein Beitrag von Robert Bauer und Susanne Stammhaus

 

Eine junge Frau trauerte um ihren verstorbenen Hund, doch ihr Arbeitgeber zeigte weder Mitgefühl noch Verständnis für ihre Situation. Als sie um eine Auszeit bat, wurde sie fristlos entlassen.

 

Eine sehr tierliebende Frau, Studentin mit 18 Jahren, trauert um ihren verstorbenen Yorkshire Terrier. Und weil der Verlust ihres Lieblings so groß war, litt sie auch körperlich unter der Trauer, wodurch sie sich verständlicherweise außerstande sah, in ihrem Job zu arbeiten, um ihr Studium zu finanzieren.

Aber als sie ihren Arbeitgeber um eine kleine Auszeit bat, wurde ihr umgehend gekündigt. Die 18-Jährige, die neben ihrem Studium in einem Shop arbeitete, verlor auf diese Weise sowohl ihren Hund als auch noch ihren Job, und dies an ein- und demselben Tag.

 

Der Verlust ihres Yorkshire Terriers sei für die Studentin wie der Verlust eines menschlichen Familienmitglieds. Sieh sieht absolut keinen Unterschied, ob es sich bei dem Familienmitglied um ein Hundekind oder ein Menschenkind handelt.

"Wir haben einfach alles zusammen gemacht“, sagt sie. „Wir waren unzertrennlich und uns so nah! Dieser kleine Yorkshire Terrier war mein bester Freund! 14 Jahre ihres Lebens hatte dieser kleine Hund sie treu begleitet.

 

"Ich dachte, mein Arbeitgeber würde zumindest ein klein wenig  Mitgefühl zeigen. Aber stattdessen wurde mir gesagt, wenn ich keinen Ersatz für mich finde, würde ich eine Entlassung riskieren", so die Studentin. Nachdem sie jedoch niemanden fand, der ihre Schicht übernehmen wollte, sagte man ihr, sie brauche für keine andere Schicht mehr erscheinen. Sie sei fristlos entlassen.

 

Aus unserer Sicht betrachtet, sieht man wieder einmal mehr, wie schlecht Menschen sind. Dieser Arbeitgeber sieht wohl in einem Hund noch immer etwas minderwertiges, weshalb es wohl auch aus seiner Sicht keiner Trauer bedarf.

Leider gibt es solche charakterlich schlechten Menschen auch heutzutage noch massenweise. Aber daran sind auch unsere Politiker und Gesetzgeber schuld, die noch immer in einem Hund oder einer Wohnungs-Katze eine Sache sehen.

Wir fragen uns täglich, wann das endlich einmal aufhören wird. Wann wird das in den Köpfen solcher charakterlich schlechten und aus unserer Sicht auch primitiven Menschen endlich mal reingehen, dass Wohnungs-Katzen oder Hunde Familienmitglieder sind, wie jedes menschliche Kind oder wie jeder menschliche Partner? Oder fehlen diesen benannten Menschen einfach einige Gehirnwindungen, so dass sie tatsächlich nicht in der Lage sind, dies endlich einmal geistig verarbeiten zu können?

 

In einem Haustier wie Wohnungs-Katze oder Hund noch immer eine Sache zu sehen, ist aus unserer Sicht nicht nur verurteilenswert, sondern auch ziemlich primitiv, denn wir Menschen können so viel lernen von diesen treuen und verständnisvollen sowie liebevollen Tieren. Und die meisten Menschen  SOLLTEN AUCH ENDLICH MAL ETWAS VON DIESEN TIEREN LERNEN, vielleicht bekommen sie dann mal einen vernünftigen und menschlicheren Charakter!

 

Wir, von Havaneser.Club, fordern u.a. das Recht, dass ein Arbeitnehmer zumindest 2-3 Tage zuhause bleiben darf, wenn sein Haustier verstirbt. Für sehr viele Menschen ist die Wohnungs-Katze oder der Hund ein Mitglied der Familie, wie jedes menschliche Kind oder wie jeder menschliche Partner. Er hat somit auch das Recht, in Ruhe zu trauern. Dieses Recht darf ihm niemand absprechen.

Wer aber um seinen Liebling trauert, ist zumindest in den ersten Tagen danach nicht fähig, zu arbeiten. Denn er weiß ja nach so einem großen Verlust nicht einmal mehr, was überhaupt los ist. Diese tiefe Lücke, die durch den Verlust des geliebten Tieres plötzlich entstanden ist, ist eigentlich mit Worten nur sehr schwer zu beschreiben. Es ist eine riesengroße Leere, die man plötzlich empfindet. Und man kann sich auf nichts mehr wirklich konzentrieren.

Ich, Robert Bauer, weiß, wovon ich hier an dieser Stelle rede. Denn ich habe dies ebenfalls schon durchgemacht. Diese plötzliche nicht zu beschreibende Leere, die man empfindet, wenn sein Liebling gegangen ist, tut nicht nur weh, sondern der Druck, den man in der Brust spürt, schmerzt gewaltig. Und man heult und heult… - dessen sich aber niemand zu schämen braucht, da es mehr als nur verständlich ist.

Ich persönlich fühlte mich über 1 Jahr lediglich wie ein halber Mensch. Vieles nahm ich nur aus weiter Ferne wahr. Und ich zog mich weitgehend zurück, um in meiner Trauer allein zu sein. Überall, wo ich in meiner Wohnung hinschaute, sah ich meine Pitty, obwohl sie nicht mehr da war. Auch das Essen schmeckte mir nicht mehr besonders. Ich aß eigentlich nur, um überhaupt was zu essen. Und nachts konnte ich nicht mehr richtig schlafen, weil meine Katze nicht neben mir lag bzw. sich nicht mehr an mich rankuscheln konnte.

 

Wie bereits erwähnt, braucht sich dessen niemand zu schämen, wenn ihm während der Trauerzeit immer wieder mal Tränen in den Augen stehen, weil Bilder der Erinnerung vor seinen Augen ablaufen. Schämen sollten sich lieber solche Menschen, die dafür kein Verständnis aufbringen, wie beispielsweise jener Arbeitgeber, mit dem die vorbenannte Studentin in ihrer Trauer konfrontiert war.

 

(Siehe auch unseren Anhang zum Thema „Hunde und Katzen dürfen keine Sache sein“, Seite 49 Anhang 1)

 

 

 

 

havaneser-team@t-online.de

 

 

Ein Bild, das drinnen, Person, sitzend, Wand enthält.

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2019

 

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